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Artur Gemmerich wurde als jüngster Sohn des Bäckermeisters
Johann Philipp August Gemmerich und Anna Albertine Gemmerich in Bornich
geboren. Er besuchte das Gymnasium in St. Goarshausen bis zu seinem 15ten
Lebensjahr. Da das Schulgeld nicht mehr gezahlt werden konnte, ging Artur
nach Wiesbaden und absolvierte dort eine kaufmännische Lehre. Bei
Kriegsausbruch wurden seine älteren Brüder Erich und August eingezogen.
Artur musste nach Bornich zurück, fand eine Anstellung in der Ortsverwaltung
von St. Goarshausen und konnte so seinen Vater in der elterlichen
Bäckerei unterstützen. 1942 wurde er ebenfalls zum Kriegsdienst eingezogen.
Sein Bruder August, gelernter Bäcker- und Konditormeister fiel 1942 in
Russland. Sein Bruder Erich 1944 in Italien. Artur kam nach
russischer Gefangenschaft im Oktober 1945 nach Bornich zurück. Er
hatte sich im Krieg einen schweren Herzmuskel- und Herzklappenschaden
zugezogen. Die Bäckerei war am Boden. Artur wollte den Betrieb wieder
in Schwung bringen und legte hierzu nach nur 6 Monaten die Gesellenprüfung
mit der Note "Gut" ab. 1949 heiratete er Helga Michel.
1950 wurde Edmund geboren und 1952 Paul-Werner. Nach schwerer Krankheit
seines Vaters wurde die Bäckerei 1954 verkauft. Nach der Geburt von Bert
im Jahre 1955 nahm Artur eine Stelle als Verlagskaufmann im damaligen
Gabler-Verlag in Wiesbaden an, wo er bis zu seinem Tode 1967 arbeitete.
Im Oktober 1958 siedelte Artur zusammen mit seiner Familie nach Wiesbaden
um. Dort wurden 1963 Thomas und 1965 Andrea geboren. Am 30. Mai 1967 verstarb
Artur 44jährig an einem Herzinfarkt, den Folgen seines Kriegsleidens.
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